Veröffentlicht am 11.02.2021
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Aussaat, Pflege und Abhärten von Jungpflanzen

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Beschreibung

Pflanzen wachsen in der Regel stabiler und kräftiger, wenn sie direkt ins Freiland gesät werden. Doch bei einigen Pflanzen empfiehlt es sich sie vorzuziehen, wenn sie eine längere Kulturdauer haben oder auch um eine frühere Ernte zu erreichen. Bei der Anzucht von Jungpflanzen empfiehlt es sich im Vorfeld gut zu planen, wie viele Pflanzen am Ende im Beet benötigt werden und ob es beispielsweise sinnvoll ist Pflanzen wie Salate und andere Blattgemüse mit zeitlichen Abständen von etwa einem oder zwei Monaten vorzuziehen, um eine versetzte Ernte anstatt einer Ernteschwemme zu erreichen. Eine Übersicht der Gemüse aus unseren Mischkulturen mit Aussaatzeitpunkt, Aussaattiefe und optimaler Keimtemperatur ist in der Download Anleitung zu finden.

Hinweis
Bei Hülsenfrüchtlern empfiehlt es sich, sie direkt an Ort und Stelle ins Freiland zu säen.
Bei Wurzelgemüse, wie beispielsweise Möhren oder auch Rote Bete empfiehlt es sich, sie direkt an Ort und Stelle ins Freiland zu säen, damit die Wurzeln genügend Platz haben um sich gut entwickeln zu können. Da Kürbisgewächse (Gurken, Zucchini, Kürbis etc.) schnell keimen und heranwachsen, können sie ebenfalls gut direkt an Ort und Stelle ins Freiland gesät werden, so werden sie oftmals vitaler und robuster. Blumen oder auch Blattgemüse, wie beispielsweise Mangold, Spinat oder Salate brauchen ebenfalls nicht vorgezogen werden.

Aussaat in die Aussaatgefäße
Bevor es richtig losgeht mit der Anzucht, empfiehlt es sich alle Aussaatgefäße gründlich mit heißem Wasser zu reinigen, um eventuelle Krankheitserreger vom letzten Jahr loszuwerden. Für die Anzucht empfiehlt es sich gedämpfte und damit keimfreie Aussaaterde zu verwenden, da diese den richtigen Nährstoffgehalt hat. Zum Dämpfen die feuchte Mischung bei 90° im Backofen auf einem Blech ausgebreitet und abgedeckt etwa 30 min. dämpfen.

Die Aussaaterde wird bis zum Rand in die Aussaatgefäße gefüllt und anschließend leicht angedrückt. Für die Anzucht können Anzuchtplatten, kleine Pflanztöpfe oder größere Schalen verwendet werden. Bei Einzel Gefäßen je Gefäß 1-2 Saatkörner auf die Erde legen. Wird eine Aussaatschale für viele Pflanzen verwendet, die später pikiert werden sollen, macht man sich das Pikieren leichter, wenn die Saatkörner nicht gestreut sondern mit Abstand zueinander in die Schale gelegt werden. Anschließend die Saat mit Erde bedecken, leicht andrücken und ins Wasser stellen bis sich die Erde vollgesogen hat oder alternativ mit Brauseaufsatz vorsichtig angießen. Um einen Befall durch Trauermücken vorzubeugen, kann zusätzlich eine dünne Schicht Sand über die Erde gestreut werden. Trauermücken meiden Sand und können so ihre Eier nicht in das feuchte Erdsubstrat ablegen. Zum Schluss das Aussaatgefäß entsprechend beschriften und mit Datum versehen.

Standort und Pflege
Die Aussaatgefäße an einen hellen Standort stellen und auf das richtige Verhältnis von Wärme und Licht achten, damit sie nicht “Vergeilen”und somit lang und dünn werden. Je wärmer die Keimlinge und Jungpflanzen stehen, desto mehr Licht benötigen sie. Nicht zu feucht halten, um Schimmelbildung und Trauermückenbefall zu vermeiden. Bilden die Keimlinge die ersten richtigen Blätter aus, können sie wenn nötig pikiert und dann einzeln in größere Gefäße umgetopft und bis zu den Keimblättern in die Erde gesetzt werden. Für Starkzehrer kann dafür bereits normale Pflanzerde oder eigener, fertiger Kompost verwendet werden. Es empfiehlt sich die Jungpflanzen ab und zu ins Wasser zu stellen bis sich die Erde wieder vollgesogen hat, so hält die Feuchtigkeit länger an.

Abhärten vor dem Umzug ins Beet
Bevor die Jungpflanzen ins Freiland ausgepflanzt werden, ist es wichtig sie langsam an das direkte Sonnenlicht und die Wetterverhältnisse zu gewöhnen. Dafür empfiehlt es sich die Jungpflanzen etwa ein oder zwei Wochen vor dem Auspflanzen für ein paar Stunden nach draußen zu stellen, an einen geschützten Platz ohne direkte Sonne. So werden sie robuster und erleiden keinen Schock beim Auspflanzen.

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