Bundesstelle Gemeinschaftsacker

Gemeinschafts­äcker für Kommunen.

Vom Interesse zur Entscheidung.

Wir unterstützen Städte und Gemeinden dabei, strukturiert und ergebnisoffen zu prüfen, ob ein Gemeinschaftsacker zu ihren Zielen und Möglichkeiten passt.

Fläche · Zuständigkeiten · Betreiber · Recht · Kosten
20 Minuten · unverbindlich
Keine fertige Fläche nötig. Kein Betreiber nötig. Keine Verpflichtung zur Umsetzung.
Auch ein begründetes „Nein“ oder „noch nicht“ ist ein gutes Ergebnis.

Ein Projekt von Mikro Landwirtschaft e. V. · Gefördert durch die Software AG Stiftung

Heimat, die wächst.

Gemeinschaftsacker in Mannheim-Feudenheim aus der Vogelperspektive
Gemeinschaftsacker Mannheim-Feudenheim
Was genau ist das?

Was ist ein Gemeinschaftsacker?

Eigenes Gemüse. Gemeinsame Infrastruktur. Klare Verantwortung.
Ein Gemeinschaftsacker ist eine wohnortnahe Ackerfläche, auf der Bürger:innen ihr eigenes Gemüse auf eigenen Parzellen naturnah anbauen und zugleich gemeinsame Infrastruktur, Wissen und einen sozialen Ort teilen. Eine verlässliche Betreiberstruktur organisiert den Rahmen für Wasser, Geräte, Einführung, Gemeinschaft und Betrieb.
01

Eigenes Gemüse

Die Teilnehmenden bewirtschaften eigene Parzellen und übernehmen Verantwortung für ihre Ernte.

02

Gemeinsame Infrastruktur

Wasser, Wege, Geräte, Wissen und weitere Grundausstattung werden gemeinsam genutzt.

03

Klare Verantwortung

Eine lokale Betreiberstruktur organisiert den verlässlichen Rahmen über die Saison.

Kein klassischer Kleingarten. Kein loses Hochbeetprojekt. Kein Ersatz für professionelle Landwirtschaft. Gemeinschaftsäcker sind eine eigene Form produktiver grüner Infrastruktur.

Heimat, die wächst.

Auf einem Gemeinschaftsacker wachsen nicht nur Tomaten, Bohnen und Salat. Menschen erleben Jahreszeiten, Kinder erfahren, wo Lebensmittel entstehen, Nachbar:innen lernen sich kennen und aus einem Stück Acker wird mit der Zeit ein Ort, für den Menschen Verantwortung übernehmen.

Ein Ort, an dem Natur, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft im Alltag erfahrbar werden.

„Heimat entsteht dort, wo Menschen Boden berühren, Nachbarn kennenlernen, Jahreszeiten erleben und Verantwortung für einen konkreten Ort übernehmen.“
Kommunale Mehrfachwirkung

Eine Fläche. Mehrere kommunale Ziele.

Gemeinschaftsäcker können mehrere kommunale Ziele gleichzeitig unterstützen. Das macht sie besonders dort interessant, wo sichtbare, lokale Mehrfachlösungen gefragt sind.

Klima & BodenBodenaufbau, Wasserrückhalt und Anpassungsfähigkeit.
BiodiversitätVielfältige Strukturen und neue Lebensräume.
ErnährungLebensmittelwissen und Selbstversorgungskompetenz.
GesundheitBewegung, Naturkontakt und Stressreduktion.
ZusammenhaltBegegnung, Teilhabe und gemeinsame Verantwortung.
Heimat & ResilienzOrtsbindung, Selbstwirksamkeit und lokale Vorsorge.
Warum es die Bundesstelle gibt

Die Idee ist einfach. Der kommunale Weg dorthin nicht.

Welche Fläche eignet sich? Wer ist zuständig? Wer betreibt den Acker? Wie werden Wasser, Kosten und Verantwortung organisiert? Welche Stellen müssen beteiligt werden? Und wie wird daraus eine belastbare politische Entscheidung?

Unser Hauptprodukt ist kommunale Handlungssicherheit.

Wir helfen Ihnen, die richtigen Fragen in der richtigen Reihenfolge zu klären.

Strukturiert und ergebnisoffen

Vom Interesse zur Entscheidung

Der Einstieg ist eine Prüfung – kein vorweggenommener Projektbeschluss.

SCHRITT 01Orientierung

Ziele, Ausgangslage und offene Fragen sortieren.

SCHRITT 02Prüfauftrag

Verantwortung und Prüfumfang festlegen.

SCHRITT 03Vorprüfung

Fläche, Betreiber, Zuständigkeiten, Kosten und Risiken klären.

SCHRITT 04Entscheidungspaket

Ergebnisse für Verwaltung und Politik zusammenführen.

SCHRITT 05Grundsatzentscheidung

Entscheiden, ob und auf welchem Weg es weitergeht.

Ein Prüfauftrag ist noch kein Projektstart. Erst eine positive Grundsatzentscheidung eröffnet die verbindliche Umsetzungsphase.
Was die Bundesstelle mitbringt

Sie müssen das Rad nicht neu erfinden.

Wir bündeln mehrjährige Praxiserfahrung, kommunale Entscheidungslogik, Evidenz und digitale Werkzeuge.

OrientierungsgesprächAusgangslage und nächsten sinnvollen Schritt klären.
Kommunen-KompassStand, Ziele und offene Fragen strukturiert einordnen.
Flächen-SchnellcheckLage, Boden, Wasser und Nutzung grundsätzlich prüfen.
ZuständigkeitsmappingRollen und beteiligte Fachbereiche sichtbar machen.
BetreiberanalyseLokale Träger und tragfähige Modelle vergleichen.
Recht & BehördenKlärungsbedarfe früh erkennen – ohne Rechtsberatung.
Kosten- & AufgabenrahmenAufwand, Eigenleistungen und Betriebslogik einordnen.
BeschlussbausteinePrüfauftrag und Entscheidung nachvollziehbar vorbereiten.
Im Rahmen der jeweiligen Förderung können Orientierung und ausgewählte Entscheidungshilfen kostenfrei angeboten werden.
Nach einer positiven Entscheidung

Sie entscheiden, wie es weitergeht.

Ihre Kommune kann selbst umsetzen, professionelle Starthilfe nutzen oder einen geeigneten Dienstleister beauftragen. Die Anbieter- und Umsetzungsentscheidung bleibt frei.

Aus jahrelanger Praxis entstanden

Erprobt auf echten Gemeinschaftsäckern.

In Mannheim und Heidelberg hat Mikro Landwirtschaft sieben Gemeinschaftsäcker für rund 1.000 Bürger:innen aufgebaut und über mehrere Jahre betrieben. Aus dieser Praxis entstanden Standards, Werkzeuge und strukturierte Einführungsmethoden.

seit 2018Gemeinschaftsacker-Praxis
7aufgebaute Gemeinschaftsäcker
≈ 1.000erreichte Bürger:innen
Ökologische Standortbefunde
25 → 275Regenwürmer pro m²
>180dokumentierte Tierarten
>120dokumentierte Wildpflanzenarten

Die ökologischen Werte stammen aus einem untersuchten Standort und werden als Standortbefunde, nicht als pauschale Wirkung jedes Gemeinschaftsackers kommuniziert.

Zwei Perspektiven – ein gemeinsamer Weg

Für politische Führung und Fachverwaltung.

Für Bürgermeister:innen

Sie müssen noch keine Fläche versprechen und kein Projekt beschließen. Geben Sie einer ergebnisoffenen Prüfung Rückhalt und benennen Sie eine verantwortliche Stelle.

Kurzleitfaden ansehen →

Für Fachverwaltungen

Prüfen Sie Fläche, Betreiber, Zuständigkeiten, Kosten und Risiken strukturiert – statt ressortweise nebeneinander.

Praxisleitfaden ansehen →
Für Bund, Länder und Förderinstitutionen

Gemeinschaftsäcker in Programme und Strategien integrieren.

Gemeinschaftsäcker verbinden Ziele aus Ernährung, Landwirtschaft, Klimaanpassung, Naturschutz, Gesundheit, Stadtentwicklung, sozialer Teilhabe und Resilienz auf einer konkreten kommunalen Fläche.

Die Bundesstelle übersetzt Praxiserfahrung in Standards, Modellkommunen, Wirkungswissen und übertragbare Förder- und Umsetzungsstrukturen.

Ressortanschlüsse

Ernährung & LandwirtschaftKlima & NaturschutzStadtentwicklungGesundheitSoziales & TeilhabeHeimat & Resilienz
Source of Truth

Wissen, das weiterhilft.

Definitionen, Erfahrungen, Entscheidungswege und Wirkungswissen direkt im Web – verständlich für Menschen und auffindbar für Suchmaschinen und KI.

Häufige Fragen

Kurz und direkt beantwortet.

Was ist ein Gemeinschaftsacker?

Eine wohnortnahe, parzellierte Ackerfläche, auf der Bürger:innen eigenes Gemüse naturnah anbauen und zugleich Infrastruktur, Wissen und einen sozialen Ort teilen. Eine Betreiberstruktur organisiert den verlässlichen Rahmen.

Brauchen wir bereits eine Fläche?

Nein. Der Einstieg ist ausdrücklich auch ohne festgelegte Fläche möglich. Ein Suchraum oder erste Flächenideen helfen, sind aber keine Voraussetzung für das Orientierungsgespräch.

Muss die Kommune den Acker selbst betreiben?

Nein. Betreiber können beispielsweise ein lokaler Verein, ein bestehender Träger, eine kommunale Struktur, ein landwirtschaftlicher Betrieb oder ein Kooperationsmodell sein.

Was kostet ein Gemeinschaftsacker?

Das hängt von Fläche, Wasser, Infrastruktur, Größe, Betreiberstruktur, kommunaler Eigenleistung und Unterstützungsumfang ab. Deshalb klären wir zunächst Kostenarten und Aufgaben, bevor belastbare Korridore benannt werden.

Welche Stellen sollten beteiligt sein?

Das hängt von der Kommune ab. Typisch sind Liegenschaften, Grünflächen, Umwelt, Planung, Klima, Soziales, Gesundheit oder Bildung. Entscheidend ist eine verantwortliche Stelle, die die Prüfung zusammenführt.

Welche Genehmigungen können erforderlich sein?

Das ist standort- und nutzungsabhängig. Planungsrecht, Wasser, Naturschutz, Pacht, Haftung oder bauliche Elemente können relevant werden. Die Bundesstelle hilft, den Klärungsbedarf zu strukturieren; sie ersetzt keine Rechtsberatung.

Was kostet das Orientierungsgespräch?

Das 20-minütige Orientierungsgespräch ist kostenfrei und unverbindlich. Im Rahmen der jeweiligen Förderung können auch ausgewählte Entscheidungshilfen kostenfrei angeboten werden.

Verpflichtet das Gespräch zu einer Umsetzung?

Nein. Die Prüfung ist ergebnisoffen. Auch ein begründetes „Nein“ oder „noch nicht“ ist ein gutes Ergebnis. Ebenso besteht keine Verpflichtung, Mikro Landwirtschaft später mit der Umsetzung zu beauftragen.

Der nächste sinnvolle Schritt

Passt ein Gemeinschaftsacker zu Ihrer Kommune?

In 20 Minuten sortieren wir gemeinsam Ihre Ausgangslage und den nächsten sinnvollen Prüfschritt.