Gemeinschaftlicher Gemüseanbau direkt in der Nachbarschaft
Nachhaltige Ernährung ist in aller Munde, Salat und Tomaten aus dem eigenen Garten eine schöne Vorstellung und gemeinsames Gärtnern mit der Familie oder Freunden für alle ein Gewinn. Oft fehlt aber der eigene Garten, das know-how oder die Zeit, sich um alle Aufgaben rund um das eigene Gemüse zu kümmern. Wie wäre es, wenn man sich mit anderen die Arbeit teilt, gemeinsam ganz in der Nähe sein eigenes Gemüse anbaut und dabei in allen Fragen beraten und unterstützt wird? Der Verein Mikro Landwirtschaft - gemeinschaftlicher Gemüseanbau e.V. ermöglicht Anwohnern direkt in der Nachbarschaft, mit Gemeinschaftsäckern auf Ackerflächen und Gemeinschaftsgärten mit Hochbeeten, ohne großen organisatorischen oder finanziellen Aufwand, digital unterstützt, gemeinschaftlich ihr eigenes Gemüse zur Selbstversorgung anzubauen. Das Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen und den Anbau von Gemüse und Kräutern für den eigenen Bedarf zu ermöglichen, die Erde zu pflegen und die Artenvielfalt zu fördern.

Mikro Landwirtschaft Gemeinschaftsäcker
Ein Gemeinschaftsacker ist zwischen 5000 m² und 6000 m² groß und kann von jeweils bis zu 100 Personen von bis zu 30 Parteien gemeinschaftlich bestellt werden. Er besteht aus 50m² und 100 m² großen Feldstücken zur Eigennutzung, gemeinschaftlich bewirtschafteten Flächen und dem Gemeinschaftsplatz. Die Feldstücke teilen sich in zwölf 5 m lange und 1,20 m breite Beete auf und können von einzelnen Personen und Familien oder Gemeinschaften mit bis zu sechs Personen bewirtschaftet werden. Ein Feldstück kostet 360 € pro Saison. Mit Saisonbeginn wird die Verantwortung für die vermieteten Feldstücke an die Mikro Landwirte übergeben. Auf jedem Feldstück soll es eine Vielfalt aus Gemüse, Blumen und Kräutern geben. Wir geben Empfehlungen für das Anlegen und Bepflanzen der Beete mit Mischkulturen. Jeder Mikro Landwirt kann jedoch frei zusammenstellen, was er anbauen möchte. Die Bewirtschaftung und Pflege der Feldstücke, vom Anlegen der Beete, über das Bepflanzen bis hin zur Ernte, liegt bei den Mikro Landwirten. Der Arbeitsaufwand beträgt etwa fünf Stunden Feldarbeit pro Woche. Unsere Idee ist es, dass sich die Mikro Landwirte gegenseitig unterstützen und aus dem Acker ihr gemeinsames Gemüse-Idyll machen. Der Gemeinschaftsplatz, mit einer gemeinsamen Gerätehütte und Sitzgelegenheiten, dient dazu sich auszutauschen, Arbeiten zu planen, sich zu stärken oder einfach die Natur zu genießen. Damit man immer trockenen Fußes über den Acker kommt, werden die Wege mit Stroh bedeckt. Auf den Gemeinschaftsäckern gibt es zudem Gemeinschaftsbeete für Kartoffen und Kürbis. Über die Saison verteilt finden gemeinsame Arbeitstage statt, an denen Gemeinschaftsflächen angelegt, gepflegt und Workshops und Kurse angeboten werden. Zusätzlich gibt es auch persönliche Beratung vor Ort.

Mikro Landwirtschaft Gemeinschaftsgärten
Um auch dort hinzukommen, wo keine Äcker verfügbar sind, betreibt Mikro Ladwirtschaft Gemeinschaftsgärten mit mobilen Hochbeeten, damit auch Städter in den Genuss von selbst angebauten Gemüse kommen können. Ein Gemeinschaftsgarten ist beliebig groß und kann von Bildungseinrichtungen, Unternehmen oder Anwohnern, Freunden und Familien gemeinschaftlich bestellt werden. Unsere Gemeinschaftsgärten bestehen aus einzelnen Hochbeetgärten, die sich aus jeweils vier Hochbeeten zusammensetzen. Ein Hochbeetgarten bietet damit eine Anbaufläche von insgesamt 4,8 m² zur Eigennutzung. Ein Hochbeet ist 1,2 m² groß und kann von einer oder mehreren Personen gemeinsam gemietet werden. Die Hochbeete sind fertig montiert und werden mit Muttererde und Kompost gefüllt. Ein Hochbeetgarten kostet 20 € im Monat bzw. 240 € pro Saison. Zusätzlich gibt es einen Gemeinschaftsplatz mit Sitzgelegenheiten sowie eine Werkzeugkiste mit Gartenwerkzeug. Der Gemeinschaftsplatz dient dazu sich auszutauschen, Arbeiten zu planen, sich zu stärken oder einfach die naturnahe Atmosphäre genießen. Über die Saison verteilt finden gemeinsame Arbeitstage statt, an denen Gemeinschaftsbeete bepflanzt, gepflegt und Workshops und Kurse angeboten werden. Zusätzlich gibt es auch persönliche Beratung vor Ort.