Über uns

Unser Gärtnerhof Oldendorf – nördlich von Bremen – funktioniert als Solidarische Landwirtschaft (SoLawi), die ein Verein organisiert: Kaufen kann man nichts – die Mitglieder zahlen dafür, dass der Hof läuft, und bekommen dann ihren Ernteanteil.

Unsere Vision

Die Versorgung unserer Gesellschaft mit Lebensmitteln läuft anders, als so mancher denkt oder es durch die Lebensmittelindustrie und Pressedienste vermittelt wird. Immer wieder werden ‘Skandale’ aufgedeckt und der Verbraucher verunsichert. Neben diesen unseriösen Machenschaften glauben wir aber auch, dass der Verbraucher viel zu sehr von der Herstellung und Produktion von Lebensmitteln entfremdet ist. Und Verbraucher sind wir letztendlich alle.

Daher ist unsere Antwort darauf die Solidarische Landwirtschaft (kurz: SoLawi).
Die Wirtschaftsgemeinschaft legt sich fest, die Landwirtschaft für die kommende Saison, also ein Jahr lang, mit monatlichen Zahlungen komplett zu finanzieren. Sie bekommt im Gegenzug, in wöchentlichen Lieferungen, die gesamten Erzeugnisse des Betriebes. Dadurch lastet das betriebliche Risiko nicht einzig auf den Schultern des Landwirtes, sondern es ist auf viele Schultern verteilt. So kann sich der Bauer/die Bäuerin darauf konzentrieren, qualitativ hochwertige Lebensmittel entstehen zu lassen, anstatt den Handel zu bedienen, der billige und somit lediglich optisch hochwertige Produkte verlangt.

Die Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft können sich darauf verlassen, biologisch erzeugte Lebensmittel aus regionalem, kleinbäuerlichen Anbau zu bekommen. Über einen Wochenbrief informieren wir unsere Verbraucher*innen über die aktuellen Geschehnisse auf dem Hof. Darüber hinaus können die Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft durch Mitmachaktionen und Jahreskreisfeste die Entstehung ihrer Lebensmittel aktiv miterleben.

Eines unserer Ziele ist, die Lebensmittel vom Marktwert zu entkoppeln. Deshalb darf jedes Mitglied auf der Jahreshauptversammlung frei entscheiden, mit welchem monatlichen Betrag er/sie unser Projekt unterstützt. Im Gegenzug bekommen die Verbraucher*innen, was sie von dem brauchen, dass wir erzeugen können.

Unser Team

Neben Jan Bera, ausgebildeter Gemüsegärtner, als Betriebsleiter arbeiten Gesellen, Auszubildende der Freien Ausbildung und der staatlichen Ausbildung auf unserem Hof.
Wir sehen es als sehr wichtigen Punkt, auch immer Praktikanten und Schülern den Zugang zur Lebensmittelproduktion zu ermöglichen.

Unsere Geschichte

Der Gärtnerhof Oldendorf wird seit 1982 nach biologisch-dynamischen Richtlinien bewirtschaftet.
Seit 2012 leitet Jan Bera die Geschicke des Hofes und hat seit dem in Zusammenarbeit mit dem Verpächter des Hofes, der Gesellschaft für Landwirtschaft und Pädagogik, und dem Verein Solidarische Landwirtschaft Oldendorf, die Verteilung der Ernte durch den Hofladen und das Wochenmarktgeschäft komplett auf ca 20 Depots der Solidarische Landwirtschaft umgestellt.

Die Gärtnerei

Inmitten von Wäldern und Wiesen liegt das schöne Oldendorf in der Gemeinde Holste, zwischen den Ortschaften Hambergen und Beverstedt. Das ist etwa 40 km nördlich von Bremen. Dort bewirtschaften wir unseren wundervollen Gärtnerhof.

Auf knapp 3 ha Freilandfläche und 1600m² Gewächshaus bauen wir über 80 verschiedene Obst-, Kräuter- und Gemüsearten an. Dabei ist uns wichtig ausschließlich samenfeste Sorten und viel eigenes Saatgut zu verwenden. Unsere Jungpflanzen kommen komplett aus eigener Anzucht, ohne Verwendung von Torf in der Erde.

Wir benutzen nur betriebseigenen Dünger und verzichten auf den Einsatz von Haarmehlpellets oder Hornspäne. Bei Krankheiten und Schädlingen setzen wir auf Prävention. Wir spritzen kein Gift, auch kein natürliches, bio-konformes, wie Kupfer, Schwefel, Neemöl, Bacillus turingensis.

Uns ist besonders wichtig, die Artenvielfalt und Bodenfruchtbarkeit nachhaltig zu stärken. Das machen wir unter anderem durch: Hecken und Biotope, Blumen für die Insekten, Mischkultur, alternative Bodenbearbeitung/Anbaumethoden, Zwischenfrüchte und Gründüngung.

Unser Hof wird belebt von mehreren Katzen, einer bunten Hühnerrasse und einigen grauen Pommerngänsen. Das Geflügel wird auch auf dem Hof nachgezogen, in würdevoller Naturbrut.

Großen und kleinen Menschen ermöglichen wir bei vielen Aktivitäten, Festen und Feiern am Hofleben teilzuhaben.

Jan und das Team vom Gärtnerhof Oldendorf

Der Hof

Eigentümer des Gärtnerhofes ist seit 1983 die Gesellschaft für Landwirtschaft und Pädagogik e.V.
Schon von Beginn an wird hier nach bio-dynamischen Richtlinien gewirtschaftet. Wir haben den Hof seit 2012 gepachtet und mit dem Aufbau der Solidarischen Landwirtschaft begonnen.

Auf dem Hof arbeiten 4 Menschen und bewirtschaften 2,7 ha Acker und 2000 m² Gewächshausfläche. Sie werden unterstützt von Schülern und Praktikanten. Im Jahreslauf wachsen bei uns über 80 verschiedene Gemüse, Kräuter und Obstarten, wobei der Schwerpunkt beim Gemüse liegt. Neben den Menschen beseelen 3 Katzen, 40 Hühner und Gänse unseren Hof.

Die wichtigsten Kriterien bei der Sortenwahl sind für uns Gesundheit und Geschmack. Unser besonderes Anliegen ist es auch, durch unsere Sortenwahl den eigentlichen Farben- und Formenreichtum der bekannten Kulturpflanzen zu zeigen.

Wir haben mit der Pacht des Gärtnerhofes die Verantwortung für 3 ha Land übernommen, aber diese Verantwortung können wir alleine nicht tragen. Es bedarf der Unterstützung der Menschen aus dem Umfeld, die unsere Nahrungsmittel essen.

Der Verein

Die Hauptaufgabe des Vereins liegt in der Mitgliedsbetreuung. Diese findet vornehmlich per Email statt und umfasst u.a. An- und Abmeldungen, Abrechnungen, sowie allgemeine Information an die Mitglieder zu organisatorischen Themen. Die Depots werden von den Mitgliedern eigenverantwortlich geführt und das gelieferte Gemüse selbst verteilt. Jedoch unterstützt der Verein auch hier, vor allem bei der Neugründung von Abholstellen.
Der Vorstand besteht aus drei oder fünf Mitgliedern.

Der Beirat, gebildet aus Vertretern der Kooperationspartner und Vereinsmitgliedern, berät den Vorstand bei seinen Entscheidungen.

Einmal im Jahr – gegen Ende Januar – findet eine Mitgliedervollversammlung statt. Hier legt der Vorstand seinen Rechenschaftsbericht über Aktivitäten und Finanzen des Vereins vor. Der Hof macht Kosten und Gewinne des Gärtnerjahres transparent und präsentiert die Planung für das kommende Jahr. Auf der Basis dieser Planung findet die Bieterrunde statt, durch die die Mittel zur Finanzierung der Solawi Oldendorf bereitgestellt werden.

Weitere Versammlungen gibt es nicht, jedoch treffen sich die Mitglieder bei den Veranstaltungen auf dem Hof, die über das Jahr verteilt stattfinden.

Um ein weiteres Wachstum der Solawi Oldendorf anzuregen, engagiert sich der Verein auch bei der Pressearbeit und nimmt an Veranstaltungen zu entsprechenden Themen teil.

Bio-Siegel und Verband

  • Demeter

Impressum

Jan Bera
Gärtnerhof Oldendorf
Oldendorfer Landstr. 24
27729 Holste/ Oldendorf
+49 4748 931638
post@gaertnerhof-oldendorf.de
Preis